Die Autonomiephase – Mit gezielten Skills den Vulkan zum Lachen bringen
„Ich will nicht!“, „Nein!“, „Selber machen!“ – Eltern kennen diese Sätze nur zu gut. Die Autonomiephase ist eine Herausforderung für Kinder und Eltern gleichermaßen, wenn das versehentliche vertikale Aufschneiden des Brötchens (und nicht horizontal!!) zur Kernschmelze führen kann. Doch keine Sorge: Diese Phase ist völlig normal und geht vorbei!
Warum trotzen Kinder?
Die Autonomiephase beginnt meist zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. In dieser Zeit entwickelt sich das Ich-Bewusstseindes Kindes rasant:
🧠 Das Kind möchte selbstständig sein, kann aber vieles noch nicht allein.
⚖️ Es testet Grenzen aus, um zu verstehen, wie die Welt funktioniert.
😡 Emotionen sind noch schwer zu kontrollieren – Frust entlädt sich oft in Wutanfällen.
💡 Gut zu wissen: Trotz ist kein „böses Verhalten“, sondern ein wichtiger Entwicklungsschritt!
Wie können Eltern entspannt bleiben?
✔️ Ruhig bleiben – Auch wenn das Kind schreit: Die eigene Gelassenheit hilft am meisten.
✔️ Gefühle benennen – „Ich sehe, dass du wütend bist, weil du das selbst machen wolltest.“
✔️ Klare Grenzen setzen – Liebevoll, aber konsequent.
✔️ Wahlmöglichkeiten geben – „Möchtest du den roten oder den blauen Becher?“
✔️ Das Kind nicht bestrafen oder ignorieren – Wut gehört zum Großwerden dazu.
✔️ Körperkontakt und Trost anbieten, wenn das Kind sich beruhigt.
🚨 Was tun bei einem Wutanfall in der Öffentlichkeit?
👉 Tief durchatmen, das Kind in Sicherheit bringen, nicht zu sehr auf die Umgebung achten. Die Phase ist peinlich, aber völlig normal.
Lachen als Geheimwaffe gegen Trotz
Manchmal hilft ein kleiner humorvoller Moment, um die Situation zu entschärfen. Natürlich sollte das Kind nicht ausgelacht werden, aber Humor kann helfen, aus der Wutspirale herauszukommen.
😜 „Ups, meine Füße gehen ja rückwärts!“ – Einfach plötzlich in die falsche Richtung laufen oder sich „verheddern“.
🐵 Lustige Grimassen ziehen – Ein übertrieben schockiertes oder verdutztes Gesicht kann das Kind ablenken.
🎭 Den Wutanfall nachspielen – Wenn sich die Situation beruhigt hat, kann es helfen, mit einem Kuscheltier den Wutanfall nachzustellen – oft lachen Kinder darüber.
🎶 Ein Quatsch-Lied singen – Ein spontanes „Der Wut-Drache muss pupsen“-Lied kann Wunder wirken.
🐛 Ablenkung durch Unsinn – „Oh nein, ich habe vergessen, wie man eine Jacke anzieht – kannst du mir helfen?“
💡 Wichtig: Humor ist kein Trick, um Emotionen zu unterdrücken, sondern eine Möglichkeit, die Anspannung zu lösen und dem Kind zu helfen, wieder in eine positive Stimmung zu kommen.
Wann wird Trotz problematisch?
Meist ist Trotz harmlos, doch wenn ein Kind sich übermäßig selbst verletzt, extrem lange und heftige Wutanfälle hat oder kaum zu beruhigen ist, kann eine Beratung sinnvoll sein.
Fazit
Die Trotzphase ist eine wichtige Lernphase und kein Zeichen von „schlechter Erziehung“. Eltern sollten ruhig bleiben, Halt geben und wissen: Diese Phase geht vorbei! Mit Geduld, Verständnis und einer Prise Humor kommt man gut durch diese stürmische Zeit – und manchmal hilft ein bisschen Quatsch, um den Tag zu retten.
