Ein erschrocken schauendes Kind.

Nachtschreck bei Kindern – Wenn die Nacht plötzlich unruhig wird

Was ist ein Nachtschreck?

Der sogenannte Pavor nocturnus oder Nachtschreck tritt meist im ersten Drittel der Nacht auf, wenn das Kind sich in einer tiefen Schlafphase befindet. Plötzlich schreckt es auf, weint, schreit oder wirkt panisch – doch es ist dabei nicht wirklich wach. Das kann für Eltern beängstigend sein, ist aber harmlos und hat keinen krankhaften Hintergrund.

Typische Anzeichen eines Nachtschrecks:

😱 Plötzliches, heftiges Aufschrecken oder Schreien
👀 Offene Augen, aber kein bewusstes Wahrnehmen der Umgebung
💔 Herzrasen und schnelles Atmen
🤷 Keine Beruhigung durch elterlichen Trost möglich
💤 Nach wenigen Minuten schläft das Kind von allein weiter und erinnert sich am nächsten Morgen nicht daran

Warum passiert das?

Der Nachtschreck entsteht durch eine unreife Regulation des Schlafs, besonders im Alter von 2 bis 6 Jahren. Faktoren, die ihn begünstigen können, sind:
🔄 Übermüdung – Ein langer oder aufregender Tag kann die Schlafarchitektur beeinflussen.
😴 Unregelmäßiger Schlafrhythmus – Zum Beispiel durch Reisen oder Stress.
🤒 Fieber oder Krankheit – Können das Auftreten begünstigen.
👶 Familiäre Veranlagung – Nachtschreck tritt häufiger auf, wenn ein Elternteil es als Kind hatte.

Was können Eltern tun?

Das Wichtigste: Ruhig bleiben! Der Nachtschreck ist für Eltern beunruhigend, aber für das Kind nicht gefährlich.

❤️ Bei ihm bleiben – Auch wenn das Kind nicht auf Zuwendung reagiert, gibt die Anwesenheit Sicherheit.
🤲 Nicht wecken! – Ein Aufwecken kann den Nachtschreck verlängern. Das Kind schläft von selbst weiter.
🛏️ Schutz gewährleisten – Falls das Kind sich aufsetzt oder um sich schlägt, sollte es sich nicht verletzen können.
⏳ Geduld haben – Nach 5 bis 15 Minuten endet die Episode von allein.

Braucht es eine Behandlung?

Nein. Da der Nachtschreck von selbst verschwindet und keine negativen Folgen hat, ist keine Therapie nötig. Wenn die Episoden jedoch sehr häufig auftreten oder das Kind darunter leidet, kann eine Beratung beim Kinderarzt sinnvoll sein.

Kann man Nachtschrecken vorbeugen?

Einige Maßnahmen können helfen, das Auftreten zu reduzieren:
✔️ Fester Schlafrhythmus – Regelmäßige Schlafenszeiten sind wichtig.
✔️ Genug Schlaf – Ausreichend Ruhephasen über den Tag verteilt.
✔️ Ruhige Abendgestaltung – Sanfte Rituale vor dem Schlafengehen vermeiden zu viel Aufregung.

Fazit

Ein Nachtschreck mag beängstigend wirken, ist aber völlig harmlos. Eltern machen nichts falsch, wenn ihr Kind betroffen ist. Ruhe, Wärme und Geduld helfen – auch wenn das Kind in dem Moment nicht auf Trost reagiert. Die gute Nachricht: Nachtschreck-Episoden verschwinden mit zunehmendem Alter meist von selbst.

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